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Verlegeanleitung für Kork-Klebeparkett
1. Einleitung
2. Untergrund
3. Verarbeitung
4. Verlegung
5. Oberflächenbehandlung
6. Pflege
1. Einleitung
Kork ist ein Naturprodukt, das aus der Rinde der Korkeiche gewonnen wird. Farbunterschiede und maßliche Differenzen sind deshalb niemals ganz auszuschließen. Bei manchen Mustern (wie zum Beispiel C.02. naturweiß, C.17. naturweiß und C.18. naturweiß) entsteht durch einen sehr dünnen Farbauftrag ebenfalls eine "Schattierung". Von Platte zu Platte gibt es bei diesen Typen Helligkeitsunterschiede. Ferner neigt Kork unter direkter Sonneneinstrahlung zum ausbleichen. Für ein Naturprodukt ist dieser Vorgang durchaus normal, z. B. Holz dunkelt nach oder Linoleum verändert die Farbe. Das Ausbleichen wird mit Hilfe moderner Versiegelungen verringert, jedoch nicht ganz vermieden.
Korkparkett ist sowohl für den Wohnbereich inklusive Feuchträume wie Bad oder W C als auch für Geschäftsräume und Büros geeignet. In den Feuchträumen muss die Oberfläche versiegelt und die Nahtstellen zur Wand nach dem Versiegeln mit Silikon- oder Acryldichtmasse abgedichtet werden. Korkparkett ist bis zu einer Stärke von 4,8mm auch auf Fußbodenheizungen geeignet.
2. Untergrund
Korkparkett ist auf nahezu jedem Untergrund verlegbar. Dieser muss nach DIN 18365 eben, trocken, staub-, fett- und rissefrei sein. Unebene Untergründe müssen vor dem Verlegen gespachtelt wer- den. Auf stark saugende Untergründe muss eine Haftbrücke aufgetragen werden. Anhydrit- sowie Zementestriche müssen gebürstet werden, um die oberste Schicht (Sinterschicht) mechanisch abzulösen. Anschließend sind diese mit Dispersions-Tiefengrund vorzustreichen und mit einer unserer Ausgleichsmassen zu spachteln. Gussasphaltestriche müssen ebenfalls vor der Beklebung abgespachtelt werden.
3. Vorbereitung
Die Korkparkett-Platten müssen vor der Verarbeitung mindestens 24 Stunden lose aufeinandergestapelt in dem zu verlegenden Raum oder unter ähnlichen Bedingungen akklimatisiert werden. Nach der Akklimatisierung können Sie die Korkparkett-Platten mit dem Kork-Kontaktkleber satt einstreichen. Die Platten müssen deckend mit dem weißen Klebstoff bestrichen sein. Benutzen Sie hierfür eine Mohair- oder Velourswalze. Sparen Sie nicht mit dem Klebstoff (Verbrauch für Platten und Untergrund ca. 250g/m2)! Bei zu geringem Klebstoffauftrag können sich die Platten noch nach Jahren vom Untergrund lösen! Der Klebstoff trocknet in ca. 1 ,5 Stunden auf der Plattenrückseite transparent ab. Sobald der Klebstoff getrocknet ist, d. h. keine weißen Stellen mehr zu sehen sind, können Sie das Korkparkett stapeln. BITTE BEACHTEN SIE, DASS SIE IMMER NUR PLATTEN-RÜCKSEITE AUF SICHTSEITE STAPELN! Sie dürfen auf keinen Fall die mit Klebstoff bestrichenen Seiten aufeinander bringen. Die mit Kontaktkleber bestrichenen und getrockneten Platten können 24 Stunden verarbeitet werden.
Ziehen Sie nun auf ihrem Untergrund (z. B. Estrich) eine parallele Linie (Abb. 1) zur Wand im Abstand von 1,45m (4x30cm + 1x25cm). Zu dieser Linie ziehen Sie nun im 90° Winkel eine Senkrechte.In dieser "Ecke" beginnen Sie später mit der Verlegung. Sie können nun von Ihren Linien auf dem Boden ausgehend den Untergrund mit Klebstoff bestreichen (nicht sparen!). Bitte streichen Sie nicht mehr Fläche ein, als Sie innerhalb von vier Stunden verlegen können. Auch hier muss der Klebstoff ca. 1,5 Stunden trocknen und darf vor der Verarbeitung nicht mehr weiß oder milchig sein.
4. Verlegung
Wenn der Kontaktklebstoff transparent abgetrocknet ist, können Sie mit dem Verlegen beginnen. Legen Sie die erste Platte an dem vorher angezeichneten Kreuz an (Abb. 2). Wenn die Platte genau an den Linien liegt, drücken Sie diese zuerst mit den Händen fest, um sie anschließend mit einem Gummihammer oder Fäustel mit Gummikappe fest anzuklopfen. Nach dem Anklopfen ist eine Korrektur nicht mehr vorzunehmen. Die Platte ist nach dem Anklopfen sofort begehbar, bitte beachten Sie, dass Sie auf dem unversiegelten Korkboden nicht mit schmutzigen Schuhen gehen.
Verlegen Sie immer im Verband. Legen Sie also die nächste Platte um die Hälfte (30cm oder 15cm) versetzt zur ersten Platte an, somit vermeiden Sie Kreuzfugen (Abb. 3). Drücken Sie die nächste Platte zuerst an die bereits verlegte Platte an und legen Sie diese erst anschließend in das Kleberbett auf dem Estrich. Sie können die Platten nicht auf dem Boden verschieben, da sie sofort festkleben! Wenn die Platte am Boden liegt, beginnen Sie mit dem Festklopfen. Beachten Sie, dass Sie vor allem die Ränder der Platte gründlich anklopfen. Die weiteren Platten werden immer in die entstandenen Ecken eingelegt und festgeklopft.
Wenn Sie am Rand des Zimmers angelangt sind, messen Sie mit einem Zollstock den verbleibenden Abstand zur Wand. Diese Maße übertragen Sie auf eine Platte von Ihrem Korkboden und schneiden diesen mit Hilfe eines scharfen Teppichmessers und einem Lineal (Stahllineal) zurecht (Abb. 4).
5. Oberflächenbehandlung
Nach der Verlegung sollten naturfarbene Böden (auf keinen Fall die eingefärbten Böden) überschliffen werden. Dies geht am besten mit einem Excenter- oder Schwingschleifer. Benutzen Sie hierfür Schleifblätter mit einer Körnung von 150. Bei großen Flächen bietet sich eine Tellerschleifmaschine an. Diese Maschine können Sie von uns entleihen (Leihgebühr DM 100,00).
Nach dem Überschleifen muss die Oberfläche gründlich abgesaugt werden. Danach wischen Sie den Raum nochmals mit einem leicht feuchten Lappen aus, um auch feinste Staubpartikel zu entfernen. Diese Vorgehensweise ist einzuhalten, um eine glatte Oberfläche zu bekommen.
Tragen Sie nun die Versiegelung mit einer Mohair-Velourswalze gleichmäßig auf. Vor dem Öffnen des Siegels müssen Sie den Kanister (oder die Flasche) gründlich schütteln! Die erste Siegelschicht sollte nicht zu dick aufgetragen werden. Um die Walze mit Siegel zu tränken benutzen Sie entweder einen breiten Eimer oder eine Folie, auf der Sie den Siegel ausschütten können. Schütten Sie den Siegel beim ersten Versiegelungsvorgang nicht direkt auf das Korkparkett, da sich sonst die Ränder der Pfützen später abbilden könnten. Die erste Siegelschicht ist nach ca. 2-3 Stunden trocken (je nach Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit). Betreten Sie zwischen den Versiegelungsvorgängen und direkt danach den Korkboden nicht mit Schuhen, um den frischen Siegel nicht zu verschmutzen oder zu verletzen. Sobald die erste Siegelschicht getrocknet ist, kann die zweite Schicht aufgetragen werden. Diese Schicht trocknet auch wieder in ca. 2-3 Stunden. Danach wiederholen Sie den Vorgang ein drittes mal. Bitte beachten Sie, dass Sie die mitgelieferte Siegelmenge verbrauchen sollten, um einen langjährigen Schutz Ihres Korkbodens zu gewährleisten. Sie können auch ein viertes mal versiegeln, falls Sie nach der dritten Siegelschicht noch Siegel übrig haben. Die Siegelschichten sollten in Abständen von je max. 10 Stunden aufgetragen werden, da sonst ein Zwischenschliff zwingend notwendig wird!
Nach der letzten Siegelschicht dauert es 3 Stunden, bis der Raum begehbar ist. Leichte Möbel wie Stühle und Tische können Sie nach ca. 6 Stunden einräumen. Bitte legen Sie noch keine Teppiche auf! In den ersten Tagen sollten Sie Ihren Korkboden nicht wischen. Nach 5 Tagen ist der Siegel vollkommen ausgetrocknet, danach können Sie schwere Möbelstücke einräumen und Teppiche auflegen- Wichtig: Die Angaben zur Versiegelung gelten für unseren Wasserlack Rein-PU bei guten äußeren Bedingungen. Bei anderen Versiegelungen oder z. B. schlechter Witterung können diese Zeiten ab- weichen.
6. Pflege
Sie können Ihren neuen Korkparkett-Boden absaugen, abkehren oder feucht wischen. Zum Wischen benutzen Sie bitte einen Neutralreiniger, Schmierseife (also natürliche Mittel) oder die Kork Reinigungs- und Wischpflege. Verwenden Sie unter keinen Umständen scharfe Reinigungsmittel oder HARA-Produkte. Weitere Pflegehinweise erhalten Sie auf unserer Pflegeanleitung.
Untergrundvorbereitung und Klebung von EKB-Korkbodenbelägen
TABELLE EINFÜGEN
Trockenzeiten des Vorstriches D 974: Auf Anhydrit/Fließanhydritestrich und Holzdielen mindestens 48 Stunden. Auf allen anderen genannten Untergründen mindestens 3 Stunden. Untergründe müssen den Anforderungen der DIN 18365 erfüllen uns in verlegereifem Zustand sein. Nutzböden müssen eine glatte Oberfläche aufweisen und vollflächig fest mit dem Untergrund verbunden sein. Wird die Ausgleichsmasse Z 615 vor der Verlegung angeschliffen, sollte nach Absaugen des Schleifstaubes eine Grundierung mit D 974 1 :2 mit Wasser verdünnt, aufgetragen werden, um eventuellen Anlöseeffekten vorzubeugen.
Restfeuchte: Bei Anhydrit- oder Fließanhydritestrichen höchstens 0,8%. Bei allen anderen aufgeführten Estrichen max. 1,5%. |